22 Juni, 2026

Erinnerung, die Brücken baut: UFU-Delegation am Empfang der SPD im Bayerischen Landtag

Am 20. Juni hatte die Delegation der Ukrainischen Freien Universität unter der Leitung von Rektorin Professorin Larysa Didkovska die Ehre, an einer ganz besonderen Veranstaltung teilzunehmen – dem traditionellen Empfang für Heimatvertriebene, Flüchtlinge und Aussiedler, der jährlich von der SPD-Fraktion im Bayerischen Landtag ausgerichtet wird.

​Der diesjährige Empfang im Plenarsaal des Landtags stand im Zeichen eines historischen Durchbruchs und der Versöhnung. Im Mittelpunkt stand ein bedeutendes Ereignis: Der Sudetendeutsche Tag fand in diesem Jahr erstmals in Brünn – und somit auf tschechischem Boden – statt. Dieses historische Zeichen der Aussöhnung wurde maßgeblich durch die Initiative „Meeting Brno“, die Generalsekretärin des Sudetendeutschen Rats Christa Naaß und den Bundessprecher der Sudetendeutschen Landsmannschaft Dr. Bernd Posselt ermöglicht. Für dieses unermüdliche Engagement wurden sie im Plenarsaal mit dem Wenzel-Jaksch-Preis der Seliger-Gemeinde ausgezeichnet.

​🤝 Eine besondere Verbindung und Anerkennung: Die Preisträger und Freunde der UFU
Für unsere universitäre Gemeinschaft ist diese Veranstaltung von tiefer symbolischer Bedeutung. Der diesjährige Preisträger, Dr. Bernd Posselt, ist bereits seit 2010 Ehrendoktor (Doctor honoris causa) der UFU. Während des Empfangs erinnerte Dr. Posselt in warmen Worten daran, wie er bereits in den 1970er Jahren Aktivitäten für Studierende organisierte, an denen schon damals Studierende der UFU aktiv teilnahmen. Bis heute steht er fest und engagiert an der Seite der Ukraine.

​Es sei daran erinnert, dass die Ukrainische Freie Universität  im Jahr 2023 selbst mit dem Wenzel-Jaksch-Preis ausgezeichnet wurde und zudem den „Brückenbauer“-Preis der SPD-Landtagsfraktion erhielt. Dieser Preis, benannt nach dem sudetendeutschen Politiker, Antifaschisten und Sozialdemokraten Wenzel Jaksch, der sein Leben dem Schutz Vertriebener und der Völkerverständigung widmete, wurde der UFU für ihre über 100-jährige akademische und aufklärerische Arbeit verliehen. Bayern würdigte damit die einzigartige Mission der UFU als Bildungszentrum, das Geflüchtete des Ukraine-Krieges integriert und schon jetzt hochqualifizierte Fachkräfte für den zukünftigen Wiederaufbau der Ukraine ausbildet.

​🇪🇺 Starke Worte der Solidarität: Die Ukraine gehört zu Europa
Der Empfang bot eine wichtige Plattform, um die Solidarität mit dem ukrainischen Volk zu bekunden:
▪️​Dr. Christian Knauer, Senator der UFU, Mitglied des Universitätsrates und Ehrendoktor der UFU des Jahres 2024, erinnerte in seiner Rede vor den hochkarätigen Gästen nachdrücklich daran, wie wichtig es gerade jetzt ist, die Ukraine zu unterstützen, und betonte: „Die Ukraine gehört zu Europa.“ Er unterstrich zudem, dass man aus der Vergangenheit für eine gute Zukunft lernen muss – und es dafür wichtig ist, nichts wegzulassen und nicht zu schweigen.

▪️Volkmar Halbleib, MdL, der vertriebenenpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, sprach Rektorin Prof. Larysa Didkovska persönlich seine tief empfundene Unterstützung aus und versicherte, dass er und seine Partei weiterhin aktiv an der Seite der Ukraine stehen. In seiner Ansprache hob er hervor: „Frieden entsteht dort, wo Menschen bereit sind, einander zuzuhören, aufeinander zuzugehen und gemeinsam Verantwortung zu übernehmen.“

▪️​Auch Katja Weitzel, MdL, die kulturpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, gratulierte der Frau Rektorin herzlich.

​Ebenso gratulieren wir den diesjährigen Preisträgerinnen des „Brückenbauer“-Preises – der Autorin und Moderatorin Caro Matzko sowie den Landesvorsitzenden Nadja Atzberger (Karpatendeutsche Landsmannschaft) und Stephanie Schmidmair (Landsmannschaft Donauschwaben), die für eine junge Generation stehen, die Verantwortung beim sensiblen Thema Flucht und Vertreibung übernimmt.

​Die Ukrainische Freie Universität spricht der SPD-Fraktion im Bayerischen Landtag, dem UFU-Senat und allen Partnern ihren aufrichtigen Dank für das langjährige Vertrauen, die Anerkennung und die Solidarität mit der Ukraine aus. Das gemeinsame Erinnern an das Leid von Flucht und Vertreibung verbindet uns heute für eine gemeinsame, freie europäische Zukunft.

​Gemeinsam für die Freiheit und die europäische Wissenschaft!

Beitrag von: Dr. der UFU Liliia Bondarenko

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