17 November, 2025

UFU am Volkstrauertag 2025

Gestern, am 16. November 2025, fand im Herzen Münchens die Zentrale Feier zum Volkstrauertag statt, um der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft zu gedenken. Dieser Tag, der stets zu tiefen Reflexionen anregt, hallte in diesem Jahr mit unerträglicher Aktualität und Schmerz wider.
Die feierliche Kranzniederlegung im Hofgarten, die Trauermusik und der Trompeter der US-Streitkräfte, der die „Totenrufe” als Zeichen der Versöhnung über den Gräbern intonierte – all dies war ein tiefes Symbol der europäischen Erinnerungskultur.
Doch wie kann man wahre Versöhnung empfinden, wenn an der östlichen Grenze Europas täglich Menschen sterben?
“Das Gedenken der Opfer beider Weltkriege ist leider so aktuell wie lange nicht aufgrund des Andauerns des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine mit zahlreichen Opfern Tag für Tag.”
Diese bittere Wahrheit wurde gestern durch die Anwesenheit der ukrainischen Delegation verkörpert, die nicht nur die Erinnerung an das vergangene Jahrhundert, sondern auch den lebendigen, blutigen Schmerz unserer Gegenwart trug:
Prof. Dr. Larysa Didkovska, Rektorin der Ukrainischen Freien Universität.
Dmytro Shevchenko, Kanzler der UFU
Dieter Rippel, Beirat der UFU.
Yurii Nykytiuk, Generalkonsul der Generalkonsulat der Ukraine in München.
Sie standen hier, und jeder Akkord, der den Toten des Zweiten Weltkriegs gewidmet war, schien von den aktuellen Sirenen und Explosionen in ukrainischen Städten widerzuhallen. Ihre Anwesenheit erinnert die Welt daran: Die Vergangenheit darf nicht vergessen werden, aber die Gegenwart verlangt sofortiges Handeln.
Dieser Tag ist nicht nur eine Hommage an die Geschichte. Er ist ein emotionaler Schrei nach Unterstützung und die Forderung, das zu stoppen, was Europa scheinbar hinter sich gelassen hatte. Unsere Aufgabe heute ist es, die Trauer in Taten umzusetzen, damit der Volkstrauertag im nächsten Jahr nicht mehr so schmerzhaft aktuell sein muss.
Wir gedenken. Wir kämpfen. Wir glauben an den Sieg des Lichts über die Dunkelheit.
📝 Dr. Liliia Bondarenko
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